Mittwoch, 29. Februar 2012

Große Fastenzeit



Orthodoxe Gläubige fasten ab heute sieben Wochen lang. Mit dieser Fastenzeit bereiten sich die orthodoxen Christen für den größten christlichen Feiertag vor - Ostern, als die Auferstehung des Herrn Jesus Christus gekennzeichnet wird, worauf die christliche Religion basiert. Ein Beitrag von Ljiljana Sindjelic Nikolic.

 Fastenzeiten werden auf eintägige und mehrtägige geteilt, und sie finden vor den Feiertagen statt. Gefastet wird von den frühesten Zeiten, selbst Jesus Christus hat in der Wüste gefastet, sowie viele Propheten, wie z.B. der Prophet Elija, der nach dem vierzigtägigen Fasten würdig war, sich mit Jesu zu treffen. Er hat den Himmel dreieinhalb Jahre lang geschlossen gehalten, damit kein Regen fällt, um das Volk zur Reue und Richtigstellung ihrer Sünden anzuregen. Das Fasten wird seit Jahrhunderten praktiziert, womit zahlreiche Gläubige außerordentliche spirituelle Tugenden erlangt hatten. Wie der Heilige Justin Popovic einst geschrieben hat: „Das Fasten ist ein Ausdruck unserer echten Demut, der Abwesenheit des Vertrauens in sich selbst und der eigenen Tugenden, und gleichzeitig das Zeugnis unserer wahren Freiheit, uns in erster Linie für das Verständnis unserer Schwächen und des Gefühls der Sündhaftigkeit zu öffnen“. Der bekannte serbische Geistlicher der neueren Zeit, Justin Popovic, weiß genau, worüber er schreibt. Er schreibt über die spirituelle Dimension des Fastens, und aus diesem Grund fügt er hinzu, übertriebenes Essen und Trinken schaffe „eine Selbstzufriedenheit und das Absolutismus der Natur, und demnach ihre Entfremdung durch sinnlichen Genuss und physische Grübelei“. Also, es gibt zwei Dimensionen - die physische und spirituelle. Die physische Seite des Fastens ist der Verzicht von einer bestimmten Art der Nahrung. Während der Großen Fastenzeit isst man kein Fleisch, Milchprodukte oder Eier, es wird auf Wasser gefastet, außer Samstags und Sonntags, und Fisch isst man erst am Feiertag Verkündigung des Herrn. 

Die spirituelle Seite heißt, die Enthaltsamkeit von bösen Gedanken, Wünschen und Taten, man erkennt sie an verstärkten Gebeten, guten Taten und Bemühungen. Geistliche erinnern die Gläubiger daran, das Ziel des Fastens sei nicht die Enthaltsamkeit von einer bestimmten Art der Nahrung, sondern bloß das Mittel, damit sich der Mensch selber überprüft - seine Fehler, falsche Handlungen, und dass er sich bemühen sollte, dies alles zu bessern. Der Heilige Johannes Chrysostomos sagt deshalb: „Sage mir nicht wie viele Tage du gefastet hast, dies und das nicht gegessen hast, kein Wein getrunken hast, sondern sage mit, ob du vom zornigen zum ruhigen geworden bist. Wenn du mit Bösem erfüllt bist, aus welchem Grund hast du deinen Körper gequält? Wenn sich tief in deinem Inneren der Neid gegenüber deinem Bruder und die Liebe zum Reichtum befinden, ist es vom Nutzen gewesen, dass du Wasser getrunken hast?“. So kann man im Einklang des physischen und spirituellen Fastens die erwünschten Resultate erreichen, das Streben nach geistigen Tugenden, also die Besserung des moralischen und spirituellen Lebens des Menschen. Mit dem Fasten versucht der Mensch eigentlich, so sehr wie möglich sich zu Gott und der Religion zu wenden. Gläubige, die fasten, sagen, das Fasten sei ihnen von großem Nutzen, es helfe ihnen geistig zu reifen, sowie zu lernen, sich von schlechten Angewohnheiten und Verhalten abzugewöhnen, Gott dankbar für das Essen zu sein, und seinen Genuss zu spüren, nachdem die Fastenzeit vorüber ist. Im Großen und Ganzen ist die Fastenzeit die Zeit der Eintauchung in die eigenen Tiefen und der Überlegung über den Sinn des menschlichen Lebens.


Quelle: Radio Srbija

Montag, 27. Februar 2012

Neuerscheinung: Erzpriester Georgios Metallinos: Leben im Leibe Christi




Christliche Spiritualität und materielle Welt


Vater Georgios Metallinos legt in seinem Werk „Leben im Leibe Christi“ die wesentlichen Aspekte eines durch die Gemeinschaft der Orthodoxen Kirche geprägten christlichen Lebens dar. Der einzelne Mensch, der seine Existenz im Hinblick auf die Lehre Christi gestalten will, findet hier eine zuverlässige Wegweisung.
Der Verfasser behandelt die einzelnen Themen in enzyklopädischer Form. Das ermöglicht es dem Leser, bei der Lektüre des Buches nach seiner jeweiligen Interessenlage vorzugehen und sich mit den für ihn persönlich besonders wichtig erscheinenden Fragestellungen intensiver zu befassen.
Die Orthodoxie spart keine Lebensbereiche aus. Dies verdeutlicht die Vielzahl der behandelten Themenbereiche. Spiritualität, Grundlagen des Glaubens, Askese, Vergöttlichung, Gemeindeleben, Tradition, Kirchenväter und spätere theologische Entwicklungen finden ebenso Berücksichtigung wie gesellschaftspolitische Fragestellungen, das Verhältnis von Kirche und Staat und eine ergänzende kritische kirchengeschichtliche Betrachtung.
Wer zu den genannten Bereichen, fundamentale Darlegungen aus christlich-orthodoxer Sicht sucht, wird in diesem Buch des bekannten Priesters und Theologen wertvolle Informationen finden.
 
„Die Spiritualität der Orthodoxie ist auch Materialität, Realismus, Innerweltlichkeit. Sie ist die Überlieferung, d. h. die Weitergabe und Kontinuität eines Lebens, einer ewigen Existenzweise inmitten der konkreten geschichtlichen Realität, die mit der Fleischwerdung des „Logos“, des Wortes Gottes, in die Geschichte eingetreten und irdische, innerweltliche Realität geworden ist. Ohne Christus, den Mensch gewordenen Gott, ist christliches geistliches Leben undenkbar.“
 
Erzpriester Georgios Metallinos
  • 224 Seiten
  • Format: 225 x 150mm
  • Paperback
  • 18,50

Der Autor: Erzpriester Georgios D. Metallinos ist Theologe, Priester, Historiker, Autor und Universitätsprofessor. 1940 in Korfu geboren, studierte er in Athen Theologie und klassische Philologie. 1969-1975 lebte und studierte er in Bonn und Köln. 1971 Priesterweihe und Erlangung der Doktorwürde in Theologie (Athen) sowie Philosophie und Geschichte (Köln). 1984 wurde er Professor für Theologie der Universität Athen. Er unterrichtete Geschichte der Geistlichkeit im nachbyzantinischen Zeitalter, Geschichte und Theologie des Gottesdienstes und Byzantinische Geschichte. Durch zahreiche Veröffentlichungen erlangte Vater Georgios weltweite Bekanntheit.


Sonntag, 5. Februar 2012

Heiliger Alexander von München


"Dieses ganze harte 'Unglück' war notwendig, um mich auf den wahren Weg zu bringen...um mir die Augen zu öffnen...Vor allem bin ich froh und danke Gott dafür, dass es mir gegeben war, diesen Fingerzeig Gottes zu verstehen... Eins vor allem lege ich Euch ans Herz: Vergesst Gott nicht!!!"

Hl. Alexander von München

Alexander Schmorell (geb. 16.09.1917 –  + 13.07.1943) bekannte den orthodoxen Glauben in Treue und stellte sich dem gottfeindlichen, antichristlichen Nationalsozialismus entgegen. Hierzu motivierte er auch seine Freunde, Studenten der Ludwig Maximilians Universität in München, und so entstand die Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Alexander Schmorell wurde im Gefängnis Stadelheim durch das Fallbeil hingerichtet. Gott gefiel es, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde, der Alexander Schmorell angehörte, im 50. Jahr seiner Hinrichtung (1993) endlich eine eigene Kirche erwerben konnte, die in unmittelbarer Nachbarschaft der beiden Orte liegt, wo er sein Zeugnis für Christus den Auferstandenen vollendete – dem Gefängnis Stadelheim und dem Friedhof „Am Perlacher Forst" (Feld 76 - 1 - 26).

Mittwoch, 1. Februar 2012

Anathema des Patriarchen Tichon vom 1. Februar 1918

Der erste russische Patriarch, der nach dem Sturz des Zaren wieder an die Spitze der russischen Orthodoxie gewählt worden war [1], Tichon, erließ am 1. Februar 1918 - knapp ein Vierteljahr nach dem Machtantritt Lenins - einen Hirtenbrief, in dem er über die Kommunisten das Anathema verhängte.
»Der demütige Tichon, von Gottes Gnaden Patriarch von Moskau und ganz Rußland, an die im Herrn Christus geliebten Erzhirten, Hirten und alle treuen Kinder der russisch-orthodoxen Kirche:
Der Herr errette uns von dieser gegenwärtigen argen Welt (Gal 1, 4).
Die heilige orthodoxe Kirche durchlebt in den russischen Landen eine schwere Zeit. Die öffentlichen und heimlichen Feinde haben eine Verfolgung gegen die Wahrheit Christi begonnen und sind bestrebt, das Werk Christi zu vernichten; sie säen anstelle der christlichen Liebe die Saat der Bosheit, des Hasses und des brudermörderischen Krieges.
Die christlichen Gebote der Nächstenliebe geraten in Vergessenheit oder werden mit Füßen getreten. Täglich erreichen Uns Berichte über die unfaßbare und bestialische Ermordung völlig unschuldiger Menschen, ja selbst von Kranken auf dem Krankenlager, denen man vielleicht nur vorhalten kann, daß sie für das Vaterland ihre Pflicht taten und ihre ganze Kraft in den Dienst der nationalen Wohlfahrt gestellt haben. Das geschieht nicht nur im Schutze nächtlicher Dunkelheit, sondern am hellen Tage mit einer bis jetzt noch nicht dagewesenen Vermessenheit und erbarmungslosen Grausamkeit, ohne jedes Urteil und entgegen allem Gesetz und allem Recht. Diese Dinge geschehen heute in fast allen Städten und Dörfern unseres Landes, sowohl in unserer Hauptstadt als auch in den entfernteren Gebieten (Petrograd, Moskau, Irkutsk, u. a.).
All das erfüllt Unser Herz mit tiefem, schmerzlichem Kummer und zwingt Uns dazu, an solchen Auswurf des Menschengeschlechts gemäß dem Vermächtnis der Apostel die strafenden Worte zu richten: Die da sündigen, die strafe vor allen, auf daß sich auch die anderen fürchten (I Tim 5, 20). Besinnt euch, ihr Verstandeslosen [Wahnsinnigen], haltet ein in eurem blutigen Wüten, für das euch im zukünftigen jenseitigen Leben das höllische Feuer zuteil werden wird und eurer Nachkommenschaft der furchtbarste Fluch in diesem Erdenleben.
Aufgrund der Uns von Gott verliehenen Macht verbieten Wir es euch, euch den heiligen Sakramenten zu nahen, anathematisieren Wir euch, sofern ihr überhaupt den Christennamen tragt, obwohl ihr eurer Geburt nach zur orthodoxen Kirche gehört.
Euch alle aber, die ihr treue Kinder der Kirche seid, beschwören Wir, mit diesem Auswurf des Menschengeschlechts keine Gemeinschaft zu halten: Entfernt den Bösen aus eurer Mitte! (1 Kor  5, 13).
Die heilige Kirche Christi wird den härtesten Verfolgungen unterworfen: Die charismatischen Sakramente, die die Geburt des Menschen auf dieser Erde heiligen und den Ehebund segnen, werden öffentlich als unnötig erklärt. Die heiligen Kirchen werden der Zerstörung, der Beraubung und der sakrilegischen Entwürdigung ausgeliefert: die vom Volk verehrten Heiligtümer werden von den gottlosen Gewalthabern der Finsternis dieses Äons in Besitz genommen: die mit kirchlichen Mitteln unterhaltenen Schulen und Lehranstalten für die Ausbildung der Hirten der Kirche sind für unnötig erklärt; das Eigentum der Klöster und orthodoxen Kirchen wird fortgenommen. Wo sind die Grenzen der Verhöhnung der Kirche Christi? Wie und wodurch kann man diesen gegen sie gerichteten Strom der rasenden Feinde aufhalten?
Die Feinde der Kirche usurpieren die Macht über sie und über ihr Vermögen mit der Gewalt todbringender Waffen, ihr aber widersteht ihnen in der Kraft eures Glaubens. Und wenn es auch erforderlich werden sollte, um der Sache Christi willen zu leiden, so rufen Wir euch, geliebte Kinder der Kirche, zu gemeinsamem Leiden mit Uns auf mit den Worten des Apostels: Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Fährlichkeit oder Schwert? (Römer 8. 35)
Ihr aber, meine Brüder Erzhirten und Hirten, zögert nicht eine Stunde in eurem geistlichen Werk, sondern ruft mit flammendem Eifer eure Kinder zum Schutz der orthodoxen Kirche auf, ruft sie auf, sich unter die geistlichen Kämpfer einzureihen, welche der äußeren Gewalt die Kraft ihres heiligen Bekennertums entgegenstellen. Und Wir hoffen zuversichtlich, daß die Feinde der Kirche beschämt sind und in der Kraft des Kreuzes Christi zerstreut werden, denn unwiderlegbar ist die Verheißung des göttlichen Kreuzesträgers selbst:
Ich will meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen (Matt 16, 18).«
13.24

Samstag, 28. Januar 2012

Russische Orthodoxie startet Griechenland-Solidaritätsaktion

Moskau, 27.01.2012 (KAP) Mit einer Spendenaktion will Russlands orthodoxe Kirche den Opfern der Wirtschaftskrise in Griechenland helfen. Wie die Moskauer Nachrichtenagentur "Interfax" am Freitag berichtete, habe Patriarch Kyrill I. am Donnerstag bei einer Begegnung dem Vorsitzenden der griechischen Partei "Nea Dimokratia" (ND), Antonis Samaras, zugesichert, dass in allen russischen Pfarren eine Solidaritätsaktion durchgeführt werden soll. "Ich hoffe, dass die - vielleicht symbolische - Geste in diesem schwierigen Moment etwas bringt", so Kyrill I. laut "Intefax".

Das Geld solle in Zusammenarbeit mit der Caritas der orthodoxen Staatskirche von Griechenland (Ekklisia tis Ellados/EtE) sozial Bedürftigen zugutekommen. Die Russen hätten großes Mitgefühl für die unter der Schuldenkrise leidenden Griechen, sagte der Patriarch. Beide Länder seien durch den orthodoxen Glauben eng verbunden. "Politische Bündnisse kommen und gehen. Aber diese Bindungen, die Jahrhunderte zurückgehen, bleiben", wird der Patriarch zitiert.

Quelle: http://www.kathweb.at










Freitag, 20. Januar 2012

Zwei Klassiker über das Jesusgebet neu im Sortiment aufgenommen!



Das immerwährende Herzensgebet

- Ein Weg geistiger Erfahrung
Dies Buch ist eine Zusammenstellung verschiedener Texte zum Weg des Herzensgebetes aus den Schriften der Ostkirche (1. Philokaleia; 2. Schriften der Starzen und Beter Russlands). Einen großen Raum nehmen die Schriften des Theophanos des Eremiten ein. Das Buch ist gut thematisch gegliedert. Es gibt zum einen konkrete Anleitungen, und zeigt Erfahrungswege auf. Menschen, die in dieser Weise beten, können Ermutigung auf diesem Weg erfahren. Es ist spürbar, dass die Zusammenstellung von jemandem gemacht wurde, der vertraut ist mit den Schwierigkeiten und Früchten auf dem geistlichen Weg. Einzig die zeitbedingt altertümelnde Sprache mag für manche Lesende gewöhnungsbedürftig sein. Für Menschen, die mit diesem Gebet bereits "unterwegs sind" und auch für die, welche andere geistlich begleiten absolut empfehlenswert!
Russische Originaltexte, zusammengestellt und übersetzt von Alla Selawry
Seiten: 255
Ausstattung: Leinen geb.

Preis: 21,80 Euro
Zur Bestellung hier klicken!



Starez Theophan: Schule des Herzensgebetes

- Die Weisheit des Starez Theophan
Ein Meister der Spiritualität führt hier Schritt für Schritt in den Vollzug des Herzens- bzw. Jesusgebetes ein. Er entdeckt in diesem Gebet einen ungeheueren Reichtum für den Lebens- und Glaubensvollzug aus der Mitte des Herzens und zieht den Leser in eine große Geborgenheitserfahrung hinein. Wie man als Christ aus einer tiefen Herzensweisheit, gespeist aus allen Kräften der Seele und des Leibes, leben kann, wird hier dem Leser erfahrbar gemacht. Um dieses einfachste aller christlichen Gebete haben sich viele Christen ihr geistliches Leben aufgebaut und mit diesem Gebet sind sie in die tiefsten Mysterien des Christentums eingedrungen. Theophan der Einsiedler war russisch-orthoxer Mönch, verbrachte sieben Jahre in Palästina und wurde nach seiner Rückkehr zum Bischof geweiht. 1860 legte er dieses Amt nieder und zog sich in die Einsamkeit eines Klosters zurück. Er lebte dort in allergrößter Einfachheit bis zu seinem Tod. Das sichtbare Zeugnis, das er aus seiner Einsiedlerzeit hinterlassen hat, ist sein literarisches Werk: Er bereitete die russische Ausgabe zahlreicher griechischer geistlicher Schriften vor, schrieb einen mehrbändigen Kommentar zu den Briefen des Heiligen Paulus. Seine Haupthinterlassenschaft ist seine Korrespondenz, die in zehn Bänden teilweise veröffentlicht ist. Dieser Korrespondenz wurden die Texte für dieses Buch entnommen.

Mit einer Einführung von Josef Sudbrack
Format: Kartoniert
Seiten: 197

Preis: 18,00 Euro

Dienstag, 10. Januar 2012

Ikone der Heiligen der Niederlande




Mit Dank erhielten wir dieses Bild der Ikone der Heiligen der Niederlande, von der Abtissin Mutter Maria, aus dem Heiligen Kloster zur Geburt der Gottesgebärerin in Asten (Niederlande). 
Mutter Maria und Ihre Schwestern leisten einen unschätzbaren Dienst für die Wiedergeburt der Orthodoxie im Westen Europas. Wir möchten allen Brüdern und Schwestern in Christo, und vor allem allen orthodoxen Konvertiten, einen Besuch dieser Gottgesegneten Gemeinschaft wärmstens empfehlen. 


Hier die Kontaktdaten für Pilger:
Orthodox Klooster in de Peel
Geboorte van de Moeder Gods
Gruttoweg 7
5725 RT Asten
tel/fax 0 (031) 493 560421
www.orthodoxasten.nl
e-mail: orthodoxasten@hetnet.nl

http://www.orthodoxasten.nl/





Samstag, 7. Januar 2012

Weihnachtsbotschaft des Patriarchen vom Moskau und ganz Russland Kirill

an die Oberhirten, Hirten, Mönche und Nonnen und alle treuen Kinder der Russischen Orthodoxen Kirche
Hochgeweihte Oberhirten, hochwürdige Väter, gottgeliebte Mönche und Nonnen, liebe Brüder und Schwestern!
An diesem lichten und mit Freude erfüllten Fest der Geburt im Fleisch unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus grüße ich euch alle herzlich, meine Lieben. In dieser lichthellen Nacht wiederholen wir im Gebet den Lobpreis der Engel, der verkündigt „große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids“ (Lk 2,10-12).
Die Menschheit, die Gott im Sündenfall abgelehnt hat, gewinnt heute die Möglichkeit, sich mit ihrem Schöpfer und Vorseher wieder zu vereinigen. Das Kommen des Gottessohnes in die Welt ist seine freiwillige Erniedrigung bis zur Bereitschaft, sich zum quälenden, schändlichen „Tode, ja zum Tode am Kreuz“ herabzulassen (Phil 2,8). Gott wird im Fleisch geboren, um seine Liebe den Menschen aufzuzeigen und jedem zu helfen, die Fülle des Seins zu gewinnen, der seinen Aufruf hören will.
Gerade deshalb schenkt uns das heutige Fest das unwandelbare Vertrauen auf die Hilfe von oben in schwierigsten Umständen unseres Lebens. Gott, der seine Schöpfung nicht verlassen hat und ihr den Weg zur Ewigkeit eröffnet hat, erschien uns im Säugling Christus, im wehrlosen Kind, das Aufmerksamkeit und Sorge braucht.
Wir alle müssen dieses biblische Bild in unseren Herzen bewahren. In dem wir uns an das in der Krippe liegende Gotteskind erinnern, gewinnen wir den festen Glauben und die unzerstörbare Hoffnung auf die göttliche Vorsehung, die zum Wohl jedes Menschen führt. Auch wenn in unserem Leben keine Stütze bleibt, alles nicht fest und hoffnungslos zu sein scheint, muss es uns klar sein, dass der Herr durch seine gnadenvolle Kraft fähig ist, Schmerz, Leiden und Armseligkeit unserer Welt in Glückseligkeit, Freude und die Überfülle geistlicher Gaben zu verwandeln.
Am Festtag des Kommens des Erlösers wendet sich der innerliche Blick der Gläubigen zur Wiege des Christentums, dem Heiligen Land, das gewürdigt wurde, der Ort der Geburt, des Lebens und des irdischen Dienstes des Herrn zu sein. Heute durchleben die, die Christus nachfolgen, schwere Prüfungen in den Ländern, in denen die Ereignisse der Heilsgeschichte stattfanden, sie begegnen neuen Gefahren für die Existenz der jahrhundertealten geistlichen Tradition. Lasset uns in den lichten Weihnachtstagen inständige Gebete für unsere Glaubensgeschwister darbringen, für die Hüter der kostbaren Heiligtümer, für die Erben der frühchristlichen Überlieferung.
„Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit“ (siehe 1 Kor 12,26). Diese Worte des Apostels betreffen nicht nur die Glieder einer einzigen Pfarrei, einer einzigen Kirchengemeinde. Sie umfassen gewiss alle Kinder der einen, heiligen, allumfassenden und apostolischen Kirche, der auf der ganzen Welt verbreiteten Orthodoxen Kirche. Ihre Einheit besteht nicht nur in dem einen Glauben der heiligen Väter und in der sakramentalen Gemeinschaft, aber auch im Mitempfinden der Schwierigkeiten, im hingebenden Dienen aneinander, im wechselseitigen Gebet.
Das vergangene Jahr war nicht leicht im Leben vieler Länder und Völker, darunter jener, die im Raum der historischen Rus ́ leben: nicht wenige tragische Ereignisse und Kataklysmen dienten der Erprobung unseres Glaubens und unserer Standhaftigkeit.
Heute jedoch vollziehen sich die hauptsächlichen Prüfungen nicht im materiellen, sondern im geistlichen Bereich. Diejenigen Gefahren, die auf der physischen Ebene liegen, mindern das körperliche Wohlergehen und den Komfort. In dem sie die materielle Seite des Lebens erschweren, sind sie aber unfähig, dem geistlichen Leben einen erheblichen Schaden zu bringen. Aber gerade die spirituelle Dimension deckt die wichtigste und ernst zu nehmende weltanschauliche Herausforderung unserer Zeit auf. Diese Herausforderung ist auf die Vernichtung des von Gott in unserer Seele angelegten sittlichen Gefühls gerichtet. Heute versucht man den Menschen davon zu überzeugen, dass er allein das Maß der Wahrheit sei, dass jeder seine eigene Wahrheit habe und bestimme, was Gut und was Übel ist. Die göttliche Wahrheit, beziehungsweise die auf dieser Wahrheit beruhende Unterscheidung zwischen Gut und Böse, versucht man durch die sittliche Indifferenz und Permissivität zu ersetzen, die die Seelen der Menschen zerstören und sie des ewigen Lebens berauben. Wenn Naturkatastrophen und Kriegshandlungen die äußerliche Lebensordnung in Ruinen verwandeln, so zersetzt der sittliche Relativismus das Gewissen des Menschen, macht ihn geistlich behindert, missachtet die göttlichen Daseinsgesetze und stört die Korrelation der Schöpfung mit dem Schöpfer.
Wir müssen in erster Linie dieser Gefahr widerstehen, in dem wir die allreine Jungfrau und die Versammlung der Heiligen zu Hilfe rufen, damit sie durch ihre Fürbitte vor dem Thron des Heiligen und Wahrhaftigen Herrn (Off 6,10), den wir heute in der Gestalt des neugeborenen Kindes verehren, die Kraft für uns erwirken, um „mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel“ (Eph 6,12) zu kämpfen. Es ist wichtig, die Betrügereien und Täuschungen des irdischen Wohlergehens in unseren verderblichen Leidenschaften erkennen zu lernen, im habsüchtigen Streben, in der Verlockung der Reklame, in den Unterhaltungs- und Politiktexten. Es ist immer wichtig, die Stimme des eigenen Gewissens zu hören, die vor der Gefahr der Sünde warnt und es versteht, die eigenen Handlungen mit den Geboten des Evangeliums zu vereinbaren.
Heute wie immer ist jede Christin, jeder Christ gerufen, den Wert der gerechten Lebensweise durch eigenes tägliches Handeln zu bekräftigen, bewusst dem sittlichen Relativismus und dem Kultus der schnellen Gewinnsucht zu widerstehen. Es gibt um uns herum viele Schwache, Kranke, Einsame. Es gibt nicht wenige, die wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf der Suche nach Arbeit ihre Heimatorte verlassen haben, die auch Sorge brauchen, denn sie geraten zuweilen in eine feindselige Umgebung. An der Ausführung der sozialen, missionarischen, kirchlich-gesellschaftlichen Aktivitäten, muss sich jeder Hirte und jeder Laie beteiligen. Nach den Worten des hl. Innocentius von Kherson, „nur im Lichte Christi kann man Gott, sich selber und die Welt in ihrer wahren Gestalt sehen; nur auf die Weisung der himmlischen Offenbarung kann man den Pfad finden, der ins ewige Leben führt“.
Wir müssen die Wärme und Freude des heutigen Festes mit denjenigen teilen, die die Tröstung von Christus erhoffen. Jeder von uns kann das Licht des Sterns von Bethlehem den Nächsten und Fernen bringen: den Kollegen, Freunden, Verwandten und Nachbarn.
Im vergangenen Jahr wurde in Zusammenarbeit mit der staatlichen Gewalt und öffentlichen Organisationen der Anfang vieler Initiativen gemacht, die die Menschen zusammenschließen und die feste geistliche und sittliche Grundlagen des gesellschaftlichen Lebens wieder erneuern können.
Der Entwicklung solcher Zusammenarbeit, auch dem Zeugnis von der kostbaren Einheit unserer Kirche, dienten die von mir unternommenen Reisen in Russland, in die Ukraine, in Moldawien. Diese Visitationen haben meine Erfahrung des Gebetes und der Gemeinschaft mit dem gläubigen Volk bereichert, und ich hoffe, sie haben zu Verfestigung des uns verbindenden geistlichen Bandes beigetragen. In den Gottesdiensten, die mit Beteiligung sehr vieler Leute gefeiert wurden, ist auf besondere Weise die Kraft des Glaubens und des Gebetes erschienen, was die Schönheit der Orthodoxie ausmacht, die Schönheit und die Macht der „Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3).
Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel“ (Eph 6,12) zu kämpfen. Es ist wichtig, die Betrügereien und Täuschungen des irdischen Wohlergehens in unseren verderblichen Leidenschaften erkennen zu lernen, im habsüchtigen Streben, in der Verlockung der Reklame, in den Unterhaltungs- und Politiktexten. Es ist immer wichtig, die Stimme des eigenen Gewissens zu hören, die vor der Gefahr der Sünde warnt und es versteht, die eigenen Handlungen mit den Geboten des Evangeliums zu vereinbaren.
Heute wie immer ist jede Christin, jeder Christ gerufen, den Wert der gerechten Lebensweise durch eigenes tägliches Handeln zu bekräftigen, bewusst dem sittlichen Relativismus und dem Kultus der schnellen Gewinnsucht zu widerstehen. Es gibt um uns herum viele Schwache, Kranke, Einsame. Es gibt nicht wenige, die wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten auf der Suche nach Arbeit ihre Heimatorte verlassen haben, die auch Sorge brauchen, denn sie geraten zuweilen in eine feindselige Umgebung. An der Ausführung der sozialen, missionarischen, kirchlich-gesellschaftlichen Aktivitäten, muss sich jeder Hirte und jeder Laie beteiligen. Nach den Worten des hl. Innocentius von Kherson, „nur im Lichte Christi kann man Gott, sich selber und die Welt in ihrer wahren Gestalt sehen; nur auf die Weisung der himmlischen Offenbarung kann man den Pfad finden, der ins ewige Leben führt“.
Wir müssen die Wärme und Freude des heutigen Festes mit denjenigen teilen, die die Tröstung von Christus erhoffen. Jeder von uns kann das Licht des Sterns von Bethlehem den Nächsten und Fernen bringen: den Kollegen, Freunden, Verwandten und Nachbarn.
Im vergangenen Jahr wurde in Zusammenarbeit mit der staatlichen Gewalt und öffentlichen Organisationen der Anfang vieler Initiativen gemacht, die die Menschen zusammenschließen und die feste geistliche und sittliche Grundlagen des gesellschaftlichen Lebens wieder erneuern können.
Der Entwicklung solcher Zusammenarbeit, auch dem Zeugnis von der kostbaren Einheit unserer Kirche, dienten die von mir unternommenen Reisen in Russland, in die Ukraine, in Moldawien. Diese Visitationen haben meine Erfahrung des Gebetes und der Gemeinschaft mit dem gläubigen Volk bereichert, und ich hoffe, sie haben zu Verfestigung des uns verbindenden geistlichen Bandes beigetragen. In den Gottesdiensten, die mit Beteiligung sehr vieler Leute gefeiert wurden, ist auf besondere Weise die Kraft des Glaubens und des Gebetes erschienen, was die Schönheit der Orthodoxie ausmacht, die Schönheit und die Macht der „Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3).
In dem ich euch alle zu Christi Geburt und zum Neuen Jahr gratuliere, wünsche ich euch im Gebet, stets in der Freude des Herrn zu verbleiben, der Mensch geworden ist, damit „wir durch desselben Gnade gerecht und Erben des ewigen Lebens nach der Hoffnung“ seien (Tit 3,7). „Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr völlige Hoffnung habet durch die Kraft des Heiligen Geistes“ (Röm 15,13).

Amen.


PATRIARCH VON MOSKAU UND GANZ RUSSLAND

Weihnachten, 2011/2012 Moskau

Freitag, 6. Januar 2012

Millionen Russen begehen orthodoxe Weihnacht

In der Christ-Erlöser-Kathedrale findet die Hauptmesse der russisch-orthodoxen Kirche zu Weihnachten statt.

Moskau. In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar feiern Millionen orthodoxer Christen in Russland Weihnachten. Patriarch Kyrill warnt in der Weihnachtsbotschaft vor dem „Kult der schnellen Bereicherung“ und Werteegalität.
Die russisch-orthodoxe Kirche (ROK) begeht das Weihnachtsfest nach ihrem eigenen Kalender; dem Julianischen – genauso wie die orthodoxen Kirchen in Georgien, Serbien und Jerusalem und die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine. Der Julianische Kalender „hinkt“ dem allgemein gebräuchlichen Gregorianischen Kalender um 13 Tage hinterher.

Zwei bis drei Millionen Gläubige bei den Messen


Wurde in Europa schon vor knapp zwei Wochen Weihnachten gefeiert, so begeht die ROK in dieser Nacht die Geburt Christi. In landesweit rund 8.500 Kirchen werden Gottesdienste abgehalten, bei denen zwei – drei Millionen Gläubige erwartet werden.
Der Hauptgottesdienst findet traditionell in der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale statt und wird von Patriarch Kyrill I. persönlich geleitet. Die mehrstündige Messe beginnt um 23 Uhr und wird auch live von den staatlichen Fernsehsendern „1. Kanal“ und „Rossija“ sowie dem Kirchensender „Spas“ („Rettung“) übertragen.
Kyrill warnt vor Streben nach dem schnellen Geld
In seiner vorab veröffentlichten Weihnachtsbotschaft hat der Patriarch zur Stärkung der Gemeinschaft aufgerufen und auf die Probleme der Christen „in den Ländern, in denen sich die Ereignisse der Heiligen Geschichte zutrugen“, hingewiesen. Freilich sieht Kyrill nicht nur das Seelenheil der Christen im arabischen Raum bedroht.
„Es ist wichtig, den Betrug und die Täuschungen irdischen Glücks in unseren verderblichen Leidenschaften und in den eigennützigen Bestrebungen ebenso zu erkennen wie in den Verführungen der Werbung und in unterhaltenden und politischen Texten“, erklärte Kyrill.
Also wandte sich der Moskauer Patriarch gegen einen Relativismus der Werte und das Streben nach schnellem Reichtum. Stattdessen rief Kyrill die Gläubigen zu mehr sozialem Engagement, aber auch missionarischer Tätigkeit für die orthodoxe Kirche auf.

Ende der Fastenzeit, aber ohne Geschenke

Weihnachten ist für Russlands orthodoxe Christen ein fröhliches Fest, wird doch der Geburt Christi gedacht.
Erfreulicher Nebeneffekt für die Gläubigen: Mit dem Fest geht auch eine lange Fastenzeit zu Ende. Einzig auf Weihnachtsgeschenke verzichten die Russen praktisch völlig. Die Geschenke hat Ded Moros, die russische Form des Weihnachtsmanns, bereits zum Jahreswechsel gebracht.

Quelle: http://www.aktuell.ru

Der Metropolit Juwenalij von Krutiza und Kolomna: „Die Geburt des Christkindes ist eine lehrreiche Lehre für die heutige Welt“

Der Metropolit Juwenalij von Krutiza und Kolomna: „Die Geburt des Christkindes ist eine lehrreiche Lehre für die heutige Welt“

Milena Faustowa
5.01.2012, 16:39
Vor dem christlich-orthodoxen Weihnachtsfest, das in Russland in der Nacht vom 6. zum 7. Januar begangen wird, gratulierte der langjährige Freund der Stimme Russlands , der Metropolit Juwenalij von Krutiza und Kolomna, den Hörern zu diesem Fest.
„Liebe Altardiener des Herrn, ehrliche Mönche und Nonnen, liebe Brüder und Schwestern, Hörer der Stimme Russlands! Mit besonderer seelischer Rührung feiern wir jedes Jahr das Fest der Geburt Christi. Wie lehrreich sind für die heutige Welt und für jeden von uns, der zuweilen nach Ruhm und äußerlichem Erfolg strebt, jene bescheidenen Umstände, unter denen demütig das Christkind zur Welt kam. In einer dunklen und kalten Höhle, einem Symbol der Asyllosigkeit, wurde der Erlöser geboren. Das heilige Evangelium erzählt, dass einfache Hirten und auch die weisen Sterndeuter des Ostens kamen, um sich vor Gottes Sohn zu verneigen. An diesem großen Feiertag gleicht die Stadt Bethlehem dem Himmel. Anstatt der Sterne sind da die ihm huldigenden Engel, und anstatt der sichtbaren Sonne ist da die grenzenlose und unermessliche Sonne der Wahrheit.“Obwohl sich das Fest der Geburt des Gottesmenschen vor mehr als zwei Jahrtausenden ereignet habe, höre es niemals auf, aktuell zu sein. Ein jedes Jahr erinnere es die gesamte Menschheit an die christlichen Grundwerte, die es sorgsam zu hüten gelte, fuhr der russisch-orthodoxe Hierarch fort.